2 Minuten Berlin


Vor lauter iPhones & Co.

Ich steige in die S-Bahn Richtung Hauptbahnhof ein, bin auf dem Weg zum O2-Shop. Eigentlich ist es nur eine Station, aber ich bin erschöpft (5 Stunden Scannen macht müde) und lasse mich auf einen Sitz fallen. Samsung Galaxy SII oder doch das Samsung Galaxy Nexus? Seit Tagen beschäftigt mich die Frage, welches Smartphone es sein soll. Vielleicht doch das Nexus trotz 5-Megapixel-Kamera? Oder lieber das Galaxy SII, was überall hochgelobt wird? Oder doch das iPhone? Oder ein ganz anderes??? Wie wäre es mit dem HTC? Viel zu viel Auswahl. Anscheinend beschäftigt nicht nur mich das Thema Smartphone. Zwei Plätze neben mir höre ich dumpf jemanden telefonieren: „…hat eine 8-Megapixel-Kamera. Das ist schon cool, wenn man Smartphone und Digitalkamera in einem kauft.
Ich wüsste gerne, über welches Modell er gerade spricht, vielleicht könnte er mir einen Rat geben.
Plötzlich werde ich aus meinen Gedanken gerissen, sehe aus den Augenwinkeln, wie der Telefonierer sich zu mir rüber beugt. „Schatz???“



Das beste, was man in der Welt haben kann, ist daheim zu sein.
Januar 10, 2011, 4:47 pm
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Ich freue mich über die Sonne, die hinter dem Planetarium aufgeht. Über die Raben, die sich im Morgenlicht auf die Leuchtbuchstaben des Hostels in der Landsberger Allee gesetzt haben. Über den Hund, der mich vor dem Supermarkt erwartungsvoll anschaut. Über das „Wollmaus“-Schild vom Wollladen und die gemalten Sonnenblumen an den Häuserwänden. Über den Asphalt, der endlich wieder zu sehen ist. Über die Menschen, die gedankenversunken auf  ihre Straßenbahn warten. Über die Tram-Ansage „U-Bahnhof Alexanderplatz“. Ich freue mich auf den Frühling, den Sommer und den Herbst und mit mehr als einem Jahr Verzögerung spüre ich, wie Berlin langsam aber sicher zu meinem zu Hause wird.



Berlin Literatur-Remix

Berlin ist eine ausführliche Stadt am nordöstlichen Ufer der Spree. Ist mehr ein Weltteil als eine Stadt. Ja, Freund, hier unter den Linden Kannst du dein Herz erbaun. Ich sah nach allen Seiten hin In meiner guten Stadt Berlin. Du bist verrückt mein Kind. Du musst nach Berlin. Am Abend gehe ich über den Berliner Kurfürstendamm. Da fährt die Hochbahn in ein Haus hinein Und auf der andern Seite wieder raus. Und tutet und bimmelt. Da ist auch schon der Alexanderplatz. In kurzem wehn des Südens Lüfte. Das ganze Tiergartenbild ist wie ein gemaltes Bild, dann wie ein Traum, dann wie ein weitschweifiger angenehmer Kuss. Sich in einer Stadt nicht zurechtfinden heißt nicht viel. In einer Stadt sich aber zu verirren, wie man in einem Walde sich verirrt, braucht Schulung. In der großen Stadt Berlin musst du ständig lernen. Ich gehe durch diese Stadt. Ich reise durch diese Stadt. Ich ziehe durch eine fremde Stadt.



Der frühe Verkehrs-Vogel kann mich mal.
Mai 2, 2010, 6:37 am
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Es ist 7.15. Gerade aus dem Bett gequält, müssen wir die Straßenbahn zum Alexanderplatz nehmen, um von dort aus weiter mit der S-Bahn zum HBF zu fahren, wo dann der Zug nach Leipzig losfährt. Aber weil es die Straßenbahn nicht gibt, die es laut Bahnseite geben soll, laufen wir zur S-Bahn-Haltestelle, denn weil die Sparkasse wegen den Demonstrationen immer noch geschlossen ist, können wir jetzt kein Geld abheben, um ein Taxi zu nehmen. Weil wir die Ringbahn noch bekommen, kriegen wir auch die S-Bahn zur Friedrichstraße noch und weil wir die S-Bahn zur Friedrichstraße bekommen, sollten wir auch den Zug nach Leipzig erreichen. Der Zug nach Leipzig fährt auf Gleis 1. Weil das Gleis 1 am HBF aber nicht dort ist wo alle anderen Gleise sind, müssen wir den AUfzug benutzen. Weil vor dem Aufzug zwei alkholisierte Trottel stehen, entscheiden wir uns für die Rolltreppe am Ende des Gangs. Wir spurten hinunter und setzen uns in den Zug nach Leipzig. Weil man im Bahnbistro nicht mit EC-, sondern nur mit Kreditkarte zahlen kann, werden wir heute auf einen Besuch dort verzichten. Egal, noch 5 Stunden, dann sind wir am Ziel. Hoffentlich.



Michael Jackson auf dem Alexanderplatz
April 17, 2010, 5:32 pm
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Am Alex war es voll heute. Also voller als sonst. Und statt der Punks hat man heute jede Menge Michael Jacksons angetroffen. Muss mal nachschauen , was da eigentlich los war. Irgendwie faszinierend, wie dieser Mensch auch nach seinem Tod noch weiterlebt. So viele junge Menschen, die von seiner Blütezeit kaum was mitbekommen haben werden, in seinem Style. Die Sonne schien auf ihre Hüte, die schwarzen Leggings und die Stiefeletten. Und Dirty Diana dröhnte aus Lautsprechern in all seiner Aggressivität.



Es war einmal…

Ich habe heute eine studivz-Nachricht von einer ehemaligen Schulkameradin bekommen, mit der ich vor sechs unglaublichen Jahren das Hostelzimmer während unserer Berlin-Abschlussfahrt teilte. Mal davon abgesehen, dass ich Klassenfahrten immer, wirklich immer, furchtbar fand, habe ich neben den eher unschönen auch einige angenehme Erinnerungen. Berlin und den Prenzlauer Berg fand ich schon damals toll, der Blick vom McDonalds am Potsdamer Platz auf die Berliner Nachtlichter, die belebte Straßenbahnkurve am Alexanderplatz, all die trubeligen Plätze waren für mich als Kleinstädtlerin das pure Leben. Gestern habe ich mir ein kitschiges „I love Berlin“-T-Shirt gekauft. Wer hätte gedacht, dass ich das mal als Berlinerin und nicht als Touristin tue.