2 Minuten Berlin


Das Geheimis vom Violet Ray
November 26, 2011, 1:58 pm
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Ich kann einen seltsamen Menschen riechen. Neben mir nimmt eine Person Platz, die ich noch nicht als Mann oder Frau identifizieren kann. Aber ich kann auf seine oder ihre Mappe schauen, die sie oder er kurz zur Brust zieht, als der Fahrgast mir gegenüber an ihm oder ihr vorbeiläuft. „What is the Violet Ray“ steht auf dem dichtbeschriebenen Papier und „Why you should use the Violet Ray.“ Ein Staubsauger? Ein Vibrator? Ein Saftmixer? Ich kann es kaum erwarten, google aufzurufen.



Berliner Busfahrer.
August 1, 2010, 4:24 pm
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Der Busfahrer lächelt mich freundlich an, als ich ihm beim Einsteigen meine Fahrkarte hinhalte. „Was für ein netter Busfahrer“ denke ich. Ein paar Minuten Fahrt vergehen, plötzlich kommt der Bus zum Halten. Ich stehe mit dem Rücken zur Frontscheibe, höre Gebrüll, drehe mich um, sehe den Busfahrer, einen Kleinbus und dessen Fahrer.
Der Busfahrer steigt wieder ein. „Boah, scheiß Ossis. Fahren wie die Fotzen. Zieht die Mauer bitte wieder hoch.“ Ich glaube, nicht richtig zu hören oder an einen schlechten Scherz. Aber es geht weiter, allen Ernstes. „Das gibts doch nicht. Scheiß Ossis, können nicht fahren. Wie die Fotzen sag ich. Die Mauer muss wieder hoch.“ Ich bin verwirrt, muss mich daran erinnern, dass ich gerade in einem Berliner Bus mitfahre. Andere Fahrgäste schauen mich an, ein Schmunzeln auf dem Gesicht. Mir ist nicht nach Schmunzeln zumute.



Wieso weshalb warum… [Kapitel: Rätselhaftes in Berlin]
Mai 10, 2010, 9:45 pm
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Es ist mir fast jeden Tag ein Rätsel, warum man innerhalb von Berlin als familienloser Mensch eigentlich mit dem Auto fährt. Wenn ich an ein Auto hier denke, wird mir immer ganz schlecht. Stau, Parkplatzsuche, nervige Autofahrer, sich konzentrieren müssen, sich verfahren, tanken, suchen… irgendwie sehe ich da gegenüber dem Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in so einer Stadt wie Berlin überhaupt keine Vorzüge. Von Dörfern und Kleinstädten jetzt abgesehen. S-Bahn, Straßenbahn, U-Bahn und Bus verkehren alle paar Minuten, man lehnt sich zurück, liest ein Buch oder die Nachrichtendisplays, schließt die Augen, macht sich Gedanken, beobachtet Menschen, kommt fast immer am Ziel an. Und das meistens mit weniger Stress und deutlich günstiger. Wenn man jetzt mal von solchen Erledigungen wie Einkaufen oder Ausflügen ins Umland oder aus dem Umland absieht. Vielleicht komm ich dem Rätsel ja irgendwann mal beim Bahnfahren auf die Spur.