2 Minuten Berlin


Ostkreuzzeit.

Als Schülerin habe ich davon geträumt, am Lette-Verein oder der Ostkreuzschule Fotografie zu studieren. Jetzt sitze ich hier, im Klassenraum der Ostkreuzschule in Berlin-Weißensee und lasse mich zur Bildredakteurin ausbilden. Es ist ein Ort aus vergangener Zeit, ein Hinterhof, in dem man die Kirche von gegenüber läuten und die Vögel zwitschern hört. Ich liebe es, in den Ecken alte Diaprojektoren und Boxen voller Schwarz-Weiß-Negative zu sehen, in den Regalen dicke, staubige Bildbände von Magnum & Co. Zum ersten Mal bin ich ganz in Berlin.



Ich schreibe nachts nette E-Mails, deswegen schlafe ich so wenig.
Oktober 20, 2010, 12:12 am
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Vor genau einem Monat war ich zu einem Vorstellungsgespräch einer Fotografin hier in der Gegend eingeladen, die sich auf ein Stellengesuch von mir meldete. Die Dame suchte jemanden, der ein paar Stunden die Woche Bilder in ihrem Fotostudio bearbeiten würde. Ich betrat also mit meiner Mappe ihr Studio und freute mich. Das Gespräch lief meinem Gefühl nach ganz gut, danach sollte ich vor ihren Augen ein Bild bearbeiten. Auch das war glaube ich ziemlich in Ordnung und ihr Feedback darauf ebenso. Ihr Studio verließ ich quasi mit einer halben Zusage für den Job, sie versprach, sich innerhalb der nächsten Woche zu melden. Zwei Wochen später konnte ich auf der Plattform meines Stellengesuchs dann ihre Suche nach einem Praktikanten finden. Eine Benachrichtigung von ihr habe ich nicht bekommen. Dafür sie eben eine E-Mail von mir.



Fotofrust statt Fotolust

Ich habe heute zum ersten und letzten Mal beim Berliner Fotomarathon mitgemacht. Von der Grünberger Straße mit den ersten sechs Themen zum Tempelhofgelände, von dort zum Viktoria-Luise-Platz, mit den nächsten sechs Themen zum Zoo, dann Hauptbahnhof, Bundestag und Brandenburger Tor, dann zur Franklinstraße und mit den nächsten sechs Themen wieder zum Hauptbahnhof, Bundestag, Prenzlauer Berg. Dann auf dem Weg zur Pflichtstation merken, dass man schon fünf Themen hinterherhinkt und die abzustempelnde Startnummer verloren hat. Aber darüber keine Trauer, sondern Erleichterung über das vorzeitige Ende des unerwartet nervigen Tages. Ein Erlebnis, das statt die Fotolust zu wecken, jegliche Kreativität und Lust mit unnötigen und nervigen Vorgaben (z.B. die zwingend einzuhaltende Reihenfolge der Themen) zunichte macht. Außerdem Bilder auf der Speicherkarte, die im Normalfall zum Ausschuss gehören…



Die Suche nach einem Platz.
Mai 9, 2010, 10:18 pm
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Schon seit Wochen spukt in meinem Kopf ja der Gedanke herum, das Fotografieren hier in Berlin mal ernsthafter beziehungsweise rentabler zu betreiben. Allerdings überkommen mich immer wieder Zweifel, ob ich in diesem Fotografennest überhaupt einen Platz finden kann. Auf jeden Fall bin ich jetzt auf der Suche nach einem kleinen Büroraum, wo ich Platz und Zeit für die bürokratischen und bildbearbeiterischen Dinge habe. Dabei bin ich zufällig auf einen Berliner Fotografen gestoßen, der auch Prominente wie Daniel Brühl und so weiter fotografiert. Und was soll ich sagen…wenn ich seine Bilder anschaue, dann ermutigt mich das. Ich bin gespannt auf alles was kommt.



Dussmann Teil II

Ich gebe es zu: ich bin gerade schon wieder im Dussmann. Die Zeit gestern war einfach zu kurz und auch jetzt rennt sie mir schon wieder davon. In der Grafikdesignabteilung spricht mich ein Lockenkopf an, fasziniert von der Büchervielfalt hier, während ich durch den Bücheroverflow gerade das Gefühl bekomme, von nichts eine Ahnung zu haben. Der Lockenkopf ist zwar ein netter, aber trotzdem will ich schnell wieder meine Ruhe haben. Also zur Fotografie, wo ich ungefähr 100 Photoshop-Bücher durcbhblättere. Ein Fotografiefreak nuschelt mich geheimnisvoll von der Seite an, dass es das Photoshopkompendium auch in der Zentralbibliothek gäbe. Ich tue so, als ob ich dankbar sei, dass er mir die 69,90 € erspart hat, auch wenn ich nicht vorhatte, das Paket zu kaufen. Ich gehe wieder eine Abteilung hinunter zu den Wohneinrichtungsbücher und hoffe, dort vor netten und nervigen Nerds sicher zu sein.



Wo gibts einen Stadtplan für Orientierungslose?
April 22, 2010, 9:52 pm
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Seit ein paar Tagen mache ich mir sehr viel Gedanken um meine berufliche Laufbahn in Berlin. Ich habe das Gefühl, dass alles was ich kann, so viele Menschen besser können und dass ich auch nach einem hoffentlich bald abgeschlossenen Studium an fast dem gleichen Punkt wie nach dem Abi stehe. Und das trotz mittlerweile fast dreiseitigem Lebenslauf. Ich will meine Fotokarriere hier aufleben lassen, vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, aber habe doch Angst davor, keinen Platz in dieser vor Fotografen wimmelnden Stadt zu finden. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Aber zumindestens habe ich schon mal eine tolle neue alte Kamera ersteigert. Vielleicht bekomme ich durch sie eine neue Perspektive…



Wie war das nochmal mit Ostern?
April 4, 2010, 2:23 pm
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Obwohl ich getauft bin, zur Kommunion und Firmung gegangen bin, habe ich überhaupt keinen Bezug zu Religion, Kirche und Ostern. Heute ist für mich ein Sonntag wie jeder andere, nur dass ich noch später als sonst aufgestanden bin, weil ich bis 5 Uhr morgens die Osterfotos bearbeitet habe, welche gestern im Park am Planetarium entstanden sind. Die Osterbilder habe ich aber auch ohne irgendwelche religiösen Gefühle gemacht, einfach nur aus Spaß am Fotografieren und an den Osterfiguren. So Keramikosterhäschen können schon sehr putzig aussehen.